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Wenn exzellente Führung zählt und wie sie aussieht – 5 Prinzipien für Agile Leadership

Leadership ist längst kein Zuschauersport mehr. Die Tage, an denen Führungskräfte sprichwörtlich an der Seitenlinie standen und Mitarbeitern Anweisungen gaben, sind gezählt. Moderne Führungskräfte sind mittendrin statt nur dabei und haben sich vom ausgedienten Management-Ethos à la „der Ranghöchste hat das Sagen“ oder „Ober sticht Unter“ verabschiedet. Das trifft sich gut: In einer Business-Welt, die vor großen Transformationsprozessen steht, setzen immer mehr Unternehmen auf agile Arbeitsweisen. Teams, die sich selbst organisieren, Projekte per Scrum managen und in schnellen Sprints auf ihr Ziel zusteuern, brauchen keine Alphatierchen, sondern Coaches, die ihre Ärmel hochkrempeln und mit anpacken. Doch worauf kommt es wirklich an beim Agile Leadership?

1. Die Bibel stets griffbereit: Agile Leaders kennen das Agile Manifesto

Wer agile Teams führt, sollte die ultimative Grundlage des agilen Ansatzes kennen: das Agile Manifesto, das vor rund 15 Jahren von Agile-Gurus wie Ken Schwaber und Jeff Sutherland verfasst wurde und noch heute so aktuell denn je ist. Natürlich haben sich die damals formulierten Prinzipien agilen Arbeitens weiterentwickelt, doch in seiner Grundsätzlichkeit ist das Agile Manifesto noch immer aktuell – und deshalb gehört es zur Grundausstattung jedes Agile Leaders.

2. Weniger Worte, mehr Taten: Agile Leaders sind Meister der Aktion

Während das Agile Manifesto zunächst einmal etwas zum Nachlesen und Verinnerlichen ist, sieht die unternehmerische Praxis deutlich Action-orientierter aus. Agile lebt vom Machen und deshalb sind Taten wichtiger als große Worte. „Be the change you want to see“, sagte schon Gandhi und in der Tat sollten Führungskräfte darauf achten, eine ausgewogene Balance zwischen Zielen, die sie vorgeben, und den darauf folgenden Taten zu schaffen. Agile bedeutet immer auch Wandel und moderne Leader predigen diesen nicht nur, sondern beginnen bei sich selbst, die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wandel zu schaffen. Dazu gehört selbstkritisches Hinterfragen der eigenen Leistung und die Offenheit für Feedback durch das eigene Team.

3. Feedback auf Augenhöhe: Agile Leader kultivieren ständiges Lernen

Apropos Feedback, da wären wir schon beim nächsten Punkt. Es ist eines der Grundprinzipien agilen Arbeitens, in regelmäßigen Abständen zu reflektieren, wie ein Team noch effizienter seine Ziele erreichen kann. Ob mit Sprint Review Meetings oder durch Retrospectives, in möglichst kurzen Abständen tauschen agile Teams gelernte Lektionen aus und Agile Leaders funktionieren dabei als Katalysator, indem sie ständiges Lernen auf Basis von Fehlern und neuen Erkenntnissen als natürlichen Teil der täglichen Arbeit kultivieren und dabei bei sich selbst beginnen.

4. Frei und motiviert: Agile Leaders lösen Roadblocker fürs Team

Agile Leaders haben verinnerlicht, dass die besten Ergebnisse entstehen, wenn ihr Team einen möglichst große Handlungsfreiheit haben und sich lediglich am übergeordneten Ziel, nicht aber an persönlichen Befindlichkeiten einzelner Personen orientieren. Dazu müssen Führungskräfte in der Lage sein, Mitarbeiter nicht nur zu ermächtigen, sondern auch zu befähigen und zu motivieren, selbstständig zu arbeiten und sich nicht von möglichen Widerständen von ihrem Ziel abbringen zu lassen. Das ist allerdings nicht in einem monatlichen Statusmeeting oder gar im Jahresgespräch erledigt, sondern Motivation und Empowerment müssen jeden Tag aufs Neue aktiviert werden. So endet in Scrum jeder Sprint mit einem detaillierten Review.

5. Der End-User zählt: Agile Leaders konzentrieren sich auf echte Erfolge

In Zeiten, in denen Unternehmen aller Branchen und Größen Transformationsprozesse durchlaufen, steigt die Tendenz, sich zu sehr mit sich selbst zu beschäftigen. Erreichtes soll bewahrt werden, Wandel hat seine Grenzen, das Tagesgeschäft darf nicht gefährdet werden: Die Argumente der Transformationsverweigerer kennen keine Grenzen. Agile Leaders lassen sich davon nicht beeindrucken und konzentrieren sich auf das, was am Ende wirklich zählt: Ein Minimum Viable Product (MVP) zu entwickeln, dass Schritt für Schritt verfeinert wird. Erfolg bemisst sich dabei nicht nach dem HiPPO-Prinzip (Highest Paid Person’s Opinion), sondern auf Basis des Feedbacks der End-User und deren Beurteilung des Ergebnisses.

Alle Informationen darüber, wie Sie Agile Leadership in Ihrer Organisation verankern, finden Sie in unserem White Paper Using Agile Principles to Transform your Business Projects – das gibt’s hier ganz unverbindlich und kostenlos zum Download.

Übrigens: Wenn Sie swarmOS kennenlernen wollen, besuchen Sie uns auf der Atlassian Summit in San Jose vom 12.-14. September 2017. Sie finden uns am Stand 235B. Wir würden uns freuen, Sie kennenzulernen!