Blog

Wie Scrumify funktioniert – in 9 Schritten von der Business-Strategie zum Agilen Projektmanagement mit Scrum

Nur Schlagwort oder ein Konzept mit nachhaltiger Wirkung? Der Begriff Scrumify macht die Runde in der Business-Welt und verspricht Unternehmen, mit ihren Projekten schneller und effizienter an ihr Ziel zu kommen. Mit Teams, die sich selbstständig organisieren, mit Entscheidungen, die in Echtzeit getroffen werden, und mit verbesserter Transparenz auf allen Ebenen der Organisation sollen selbst komplexe Business-Projekte verdaulicher werden. Wie das geht? Das verrät uns Dieter Weisshaar, CEO und Mitgründer von swarmOS.

Dieter, bitte klären Sie uns auf: Was steckt hinter dem Begriff Scrumify?

Der Begriff Scrumify kommt ursprünglich aus der Softwareentwicklung. Die Scrum-Community hat das Wort verwendet, um den Übergang von langfristig geplanten zu agileren Ansätzen auf Basis von Scrum zu beschreiben. Ken Schwaber und Jeff Sutherland haben den Begriff Scrum, der ja eigentlich aus dem Rugby-Sport kommt, erstmals in den neunziger Jahren im Zusammenhang mit der Produkt- und Softwareentwicklung verwendet. Im Rugby geht’s bei einem Scrum darum, das Spiel nach einer kurzen Unterbrechung zügig wieder aufzunehmen. Das ist die Verknüpfung zur agilen Arbeitsweise: Realistische und schnell erreichbare Ziele setzen anstatt lange Pläne zu schmieden, kurz anhalten und überprüfen, ob Sie auf Kurs sind, neu justieren und weiter geht’s in Richtung des großen Ziels.

In der Softwareentwicklung haben sich agile Ansätze etabliert. Mehr als 90 Prozent der Entwicklungsteams setzen auf Scrum, Extreme Programming, Kanban oder Hybridmodelle – wir hatten darüber in unserem letzten Blogbeitrag berichtet. Wie sieht es in der nicht-technischen Welt aus, also im Business-Bereich?

Das Interesse an agilen Ansätzen für Business-Projekte steigt rapide. Tatsächlich waren Scrum & Co. noch bis vor kurzem ein Thema für Software-Geeks. Doch Business-Entscheider haben verstanden, dass das Umfeld, in dem ihr Unternehmen operiert, eine unglaubliche Dynamik entfacht. Digitale Transformation, viele neue Mitbewerber, wachsende Kundenerwartungen, kürzere Produktlebenszyklen – ich kenne keine Branche, die von diesen Megatrends verschont bleibt. Wir beschreiben dieses Umfeld mit dem Akronym VUCA: Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity. Was heißt das? Projektansätze, die auf langfristiger Planung basieren, funktionieren nicht mehr. Kein noch so ausgefeilter Plan übersteht die Kurzlebigkeit der Realität. Genau da setzen agile Ansätze an: In absehbaren Entwicklungszyklen arbeiten Sie auf kurzfristige Ergebnisse hin. In der Ferne haben Sie ein Ziel vor Augen, aber der Weg dorthin wird immer wieder neu justiert und an Marktveränderungen ausgerichtet. Wie Unternehmen dies umsetzen können, haben wir gerade ausführlich in unserem neuen White Paper beschrieben.

Gewähren Sie uns einen ersten Einblick?

Wir haben eine Vorgehensweise entwickelt, die auf neun Schritten basiert. (1) Im ersten Schritt verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre strategische Zielsetzung, ihre Vision. Was wollen Sie erreichen? (2) Im nächsten Schritt brechen Sie diese in konkrete, greifbare Ziele herunter: Wer soll was erreichen – und bis wann? (3) Danach wählen Sie Ihr Toolset aus. Das ist die Plattform, auf deren Basis Ihre Strategie und die Ziele bis zu Ihren Projekten gemanagt werden. Hier haben die meisten Unternehmen enormen Nachholbedarf, weil ihre Tools veraltet sind. Filesharing und E-Mail eignen sich nicht zum agilen Arbeiten und Collaboration in Real-Time. Wir empfehlen die Plattform unseres Partners Atlassian, für die wir ja im September auf der Atlassian Summit selbst spannende Add-on-Lösungen von swarmOS vorstellen werden.

Wie geht es nach der Wahl des Toolsets weiter?

Sobald Sie die Grundlage geschaffen haben, beginnt die harte Arbeit. (4) Jetzt heißt es: Alle Projekte im Unternehmen auf den Prüfstand stellen und dem übergreifenden Ziel zuordnen. Was sich nicht zuordnen lässt, sollte eingestellt werden, anstatt Zeit und Energie für Nebenkriegsschauplätze zu verschwenden. (5) Jetzt sind Sie bereit für den Scrumify-Schritt. Nutzen Sie das gesamte Agile-Toolset, um möglichst effizient auf Ihr Ziel zuzusteuern. (6) Das Agile-Toolset hilft Ihnen dabei, die neue agile Arbeitsweise schnell zu erlernen und zu praktizieren. (7) Behalten Sie parallel zur Projektumsetzung die Risiken im Auge, Ihre Timeline und Kosten. (8) Unterstützen Sie Ihre Teams, indem Sie Hürden aus dem Weg räumen. Und zu guter Letzt: (9) Behalten Sie bei jeder Entscheidung den Return on Investment im Auge. Die agile Arbeitsweise ist genau das Richtige für ROI-Fanatiker. Jeff Sutherland hat einmal gesagt, dass der wesentliche Vorteil von Agile darin bestehe, doppelt so viel in der Hälfte der Zeit zu liefern. Was will man mehr!

Alle Informationen darüber, wie Sie agile Arbeitsweisen mit neun Schritten erfolgreich in Business-Projekten umsetzen, finden Sie in unserem neuen White Paper „Using Agile Principles to Transform your Business Projects“ – das gibt’s hier ganz unverbindlich und kostenlos zum Download. Übrigens: Wenn Sie swarmOS kennenlernen wollen, besuchen Sie uns doch auf der Atlassian Summit in San Jose vom 12.-14. September 2017. Sie finden uns am Stand 235B. Wir würden uns freuen, Sie kennenzulernen!