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Agile Business-Transformation: 4 Dinge, auf die es ankommt, und 4 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Die Big-Bang-Theorie ist tot, es lebe die agile Business Transformation. Viele Unternehmen, die mit großen Pläne in ambitionierte Change-Projekte gestartet sind, mussten schmerzhaft lernen: Die Geschwindigkeit, mit der sich die Wirklichkeit um uns herum verändert, ist mittlerweile so hoch, dass ihr selbst der ausgefeilteste Projektplan nicht standhalten kann. McKinsey kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Organisationen nur 27 Prozent ihrer Change-Vorhaben erfolgreich abschließen. Warum scheitern also 73 Prozent der Transformationsprojekte?

 

Zu viel Liebe zum Detail, zu wenig Agilität in der Umsetzung

Vereinfacht gesagt, verrennen sich viele Unternehmen in Planungsdetails und vernachlässigen den Erfolgsfaktor Agilität in der Umsetzung. In der Softwareentwicklung kehren immer mehr Organisationen der sequentiellen Arbeitsweise „erst der Plan, dann die Umsetzung“ den Rücken zu. 94 Prozent der Entwicklungsteams setzen sich mit agilen Methoden wie Scrum, Hybrid-Ansätzen aus Scrum und Extreme Programming (XP), Scrumban, Kanban oder anderen hybriden Modellen auseinander. Das Waterfall-Modell, das sich seit den frühen 70er Jahren als das Nonplusultra in der Softwareentwicklung etabliert hat, könnte damit schon bald ausgedient haben.

Doch wie lassen sich agile Methoden jenseits der Softwareentwicklung für das Business im Ganzen anwenden? Was sind die Erfolgsfaktoren in agilen Transformationsprojekten – und welche Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden?

 

Erfolgsfaktor Nr. 1: Fokus auf Ergebnisse, nicht den Masterplan

Organisationen, die sich auf „Taking Action“ und Ergebnisse konzentrieren, anstatt sich mit Planungsaufgaben zu verzetteln, weisen eine dreimal höhere Erfolgsquote auf. Je aktiver Sie in der Umsetzung sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit Ihrem Change-Vorhaben erfolgreich sind. Transformationsprojekte sind harte Arbeit und jeder noch so geringe Fortschritt ist ein Erfolg an sich. Vergessen Sie die Idee des großen Masterplans und freuen Sie sich auch über kleine Fortschritte.

 

Erfolgsfaktor Nr. 2: Kommunikation 24-7-365

Feiern Sie Erfolge und lassen Sie Ihre gesamte Organisation an der Party teilhaben. Führungskräfte, die Mitarbeiter offen und ehrlich an Erfolgen und Misserfolgen teilhaben lassen, schaffen echtes Commitment. Halten Sie die Transformationsstory aufrecht und sprechen Sie offen über die Herausforderungen und Hindernisse, die es gemeinsam zu überwinden gilt. Das erzeugt Glaubwürdigkeit und sichert Ihnen als Business-Leader Respekt und Anerkennung, die Sie für komplexe Change-Vorhaben dringend benötigen.

 

Erfolgsfaktor Nr. 3: Führen Sie, aber managen Sie nicht

Agile Unternehmensführung ist alles andere als: Top-to-Down-Management. Nur wenn Sie Ihre Mitarbeiter und Teams dazu befähigen und autorisieren, Ihr Transformationsprojekt weitgehend autark umzusetzen, werden Sie erfolgreich sein. Nicht umsonst sehen agile Methoden wie Scrum Organisationen vor, die sich weitgehend unabhängig und selbstständig managen. Schaffen Sie Klarheit über die Ziele und Rollen in Ihrer Organisation und vertrauen Sie Ihren Teams, diese selbstständig umzusetzen.

 

Erfolgsfaktor Nr. 4: Jeder Tag ist „Tag Eins“

Auf die Theorie des Fehlermachens kommen wir später noch zu sprechen, aber seien Sie versichert: Wenn Sie ultimative Stagnation vermeiden wollen, sollten Sie eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung tief in Ihrer Organisation verankern. Die Welt, die sich um uns dreht, wartet jeden Tag mit neuen Herausforderungen auf. Nur wenn Sie Mechanismen für eine kontinuierliche Verbesserung und Anpassung schaffen, wird Ihr Business erfolgreich sein. Konkret: Ein typischer Tag beginnt damit, die Ergebnisse des Vortags zu bewerten und im Team zu erarbeiten, was Sie besser machen können – das ist gemeinsames Lernen!

 

Fehler Nr. 1: „Failure Is Not an Option“

Nahtlos schließen wir an die Theorie des Fehlermachens an. Gilt in Ihrem Unternehmen der beliebte Satz „Failure Is Not an Option“, pa­ra­ly­sie­ren Sie Ihre Teams und Mitarbeiter und verbauen sich die Chance…besser zu werden. Agiles Arbeiten bedeutet, Fehler zuzulassen, schnell daraus zu lernen und nachhaltig besser zu werden. Wie bereits Steve Jobs sagte: „Wir sind genauso stolz auf die Dinge, die wir nicht umgesetzt haben, wie auf die, die wir erreicht haben.“

 

Fehler Nr. 2: Führungskräfte, die Bodenhaftung verlieren

Tendenziell sind Führungskräfte zu positiv im Hinblick auf ihre Change-Projekte und verlieren dabei schnell aus den Augen, dass nicht alle Mitarbeiter unmittelbar den Mehrwert einer Transformation für sich selbst erkennen. Es ist völlig normal, dass nicht jedes Projekt alle Mitarbeiter gleichmäßig zufriedengestellt. Aber seien Sie ehrlich und schaffen Sie Klarheit über die möglichen Konsequenzen Ihrer Transformationsprojekte, bevor sich Ihre Mitarbeiter ihre eigenen Theorien schaffen.

 

Fehler Nr. 3: Sich mit „Overplanning“ verzetteln

Verzetteln Sie sich nicht in detaillierten Projektplänen und konzentrieren Sie sich auf Ihr Ziel. Was wollen Sie mit Ihrem Transformationsprojekt erreichen? Definieren Sie ein Zielbild und stellen Sie Ihren Mitarbeitern eine grobe Roadmap zur Verfügung, die den Weg zum Ziel skizziert. Visualisieren Sie, wohin die Reise gehen soll, aber verzichten Sie auf Mikropläne, die wahrscheinlich schon einen Tag nach ihrem Entstehen obsolet sind. Die Welt um Sie herum entwickelt sich im Zweifelsfall schneller, als dies jeder Projektplan abbilden könnte.

 

Fehler Nr. 4: Auf Erfolgen ausruhen

Sobald Transformationsprojekte erfolgreich abgeschlossen sind, neigen Führungskräfte, Teams und Mitarbeiter dazu, das Erreichte zu feiern und lehnen sich zurück. Vergessen Sie nicht, dass sich die Welt um Sie herum sich nicht aufhört zu drehen. Bleiben Sie am Ball, motivieren Sie Ihre Organisation, neue Optimierungspotenziale aufzudecken und zu realisieren. Stillstand ist keine Option und Verbesserung ist immer möglich – das die Grundlage agilen Denkens.

 

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